19. Jan. 2013 – 16. Feb. 2013

Nebelmaschine: Andrea Heller & Pascal Danz

Pascal Danz, Winter, 2011, Oil on canvas, 140 x 400 cm


Die Galerie Scheublein Fine Art freut sich ihre neue Ausstellung “Nebelmaschine” am 18. Januar 2013 in ihren neuen Räumlichkeiten an der Limmatstrasse 275 zu eröffnen. Mit “Nebelmaschine” präsentiert Scheublein Fine Art die neusten Werke zwei Zürcher Künstler: Andrea Heller und Pascal Danz, die bis zum 16. Februar bei Scheublein Fine Art zu sehen sein werden.

Die Maschine gibt eine grosse weisse Wolke ab. Der Nebel füllt den Raum, er hüllt ihn ein, er verschluckt ihn. Erst ist alles verschwunden, dann wird es lichter. Das graduelle Verdecken gibt dem Raum Tiefe. Die Wolke hat Körper, wir gehen durch sie durch. Wir sind versteckt, verschwunden, wir zertanzen den Nebel.

Rauch und Nebel haben die Eigenschaft etwas zu verheimlichen oder zu verhüllen. Ihre ungreifbare Materie setzt Raum für Imagination frei. Die Ausblendung des Raumes schärft andere Sinne. Die Nebelmaschine simuliert ein natürliches Phänomen. Das Artifizielle und die Nachahmung sind in dem Titel der Ausstellung ebenso thematisiert, wie Verstecken und Verschleiern. Diese Themen verbinden die Arbeiten der in Paris lebenden Zürcher Künstlerin Andrea Heller und des Zürcher Künstlers Pascal Danz thematisch. Andrea Heller lud deshalb Pascal Danz zu einer gemeinsamen Projektausstellung bei Scheublein Fine Art ein. Die gezeigten Medien Malerei und Zeichnung bedienen sich wesentlich dem technischen Stilmittel des Weglassens, Ausradierens oder Übermalens.

Pascal Danz zeigt zwei grössere Ölbilder. In Winter (SW), 2011 ist eine als Zürich erahnbare städtische Situation wie in Watte eingehüllt. Die kalte urbane Landschaft steht im Kontrast zu sanften Rauchschwaden, die weisse Löcher in das architektonische Panorama fressen. Es scheint absoluter Stillstand zu herrschen. Die die Stadt umgebende Landschaft wird von Wolken verschluckt oder überrollt. Durch den Verlust dieser für die Zuordnung wichtiger geografischer Anhaltspunkte wie auch der Auswischung einer Stadtgrenze, wird das Panorama aus einer reinen Abbildung herausgehoben und lässt Bilder einer vom Smog verhängten Grossstadt aufleben. Bedrohlichkeit mischt sich in die Idylle. Im Bild Jungfrau, 2010 wird die Auswischung durch eine beinahe Ausblendung ersetzt - als ob Schneeblindheit einem die Sicht nehmen würde. Es ist nicht klar, wie lange das Bild noch sichtbar bleibt, ob es stärker verblasst oder deutlicher werden wird.

Andrea Heller beschäftigt sich in ihren klein- und mittelformatigen Arbeiten mit der Wolke bzw. dem Nebel als körperannehmendes / körperablehnendes Motiv. Diese neu entstandene Werkegruppe steht im Kontrast zu den anscheinend geometrisch aufgebauten Körper der beiden grossen Papierarbeiten. Auch hier ist das Verdecken ein Thema: wie die grosse Papierarbeit Versteck, 2012 zum Beispiel, auf der ein abgeschlossener Körper sein Inneres vor der Betrachterin, dem Betrachter geheim hält und ihr, ihm verschleiert um welche Dimension oder Materie es sich bei seiner Oberfläche handelt. So kann man dasselbe Sujet eben so gut als die Abbildung einer Berglandschaft oder die Makroaufnahme eines Nebeltröpfchens sehen.